Undichte Horizontalsperre

Undichte Horizontalsperre

Undichte Horizontalsperre

Undichte Horizontalsperre

Eine Horizontalsperre hindert Bodenfeuchtigkeit daran, im Mauerwerk kapillar aufzusteigen. In Neubauten wird standardmäßig eine Horizontalsperre eingebaut, in älteren Bauwerken ist sie jedoch häufig undicht oder gar nicht vorhanden.

Schäden durch undichte Horizontalsperre

Dringt Feuchtigkeit von außen in den Keller ein, gibt es zwei Gründe: entweder hat die horizontale Abdichtung versagt, oder die vertikale. Die horizontale Abdichtung verhindert das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Mauern, die vertikale das Durchschlagen von Feuchte durch die Kellerwände. Während das horizontale Durchschlagen von Feuchtigkeit durch eine Bitumendickbeschichtung und Perimeterdämmung behoben werden kann, kann ein vertikales Durchfeuchten Ursache einer fehlenden bzw. defekten Horizontalabdichtung sein.

Eine undichte Horizontalsperre führt zu kapillar aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk. Diese wiederum bringt Feuchtigkeitsschäden wie Schimmelpilz-, Schwammbefall und ähnliches mit sich. Des Weiteren nimmt mit zunehmender Feuchte die Wärmeleitfähigkeit zu (die Wärmedämmung wird schlechter). Durch die niedrigere Wandtemperatur kann es im Winter zur Kondensation an der Wand und somit zu einem weiteren Ansteigen der Durchfeuchtung kommen.

Verfahren zum Einbringen einer Horizontalsperre

Man unterscheidet drei Verfahrensweisen, um eine Horizontalsperre ins Mauerwerk einzubringen:

  • mechanische Horizontalsperre: Mit Hilfe mechanischer Sperren aus Mauerpappe, Edelstahlblechen, Kunststoffplatten und Folien, die über den kompletten Mauerwerksquerschnitt von Aussen eingebracht werden, soll das Wasser daran gehindert werden, sich auszubreiten. Meist werden solche mechanischen Horizontalsperren bereits während der Bauphase installiert.
  • chemische Horizontalsperre: Per „Spritze“ werden dem Mauerwerk Chemikalien injiziert (Injektionsverfahren), die das Ausbreiten der Feuchtigkeit behindern sollen. Die chemische Horizontalsperre ist häufig das Mittel der Wahl, wenn ein Gebäude im Nachhinein behandelt werden muss.
  • elektrophysikalische Horizontalsperre: Aufgrund des Prinzips Elektroosmose soll die Wirkung von Feuchtigkeit im Mauerwerk verhindert werden. Die sogenannte elektrophysikalische Entfeuchtung ist jedoch umstritten.

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